Wir hatten alle frei und die KG von gestern auf heute 12 Uhr verlegt.
Ich habe ganz artig Vojta geturnt, aber...
...das rote Pferd im Anschluß daran, gefiel mit nicht so gut, wie man an meinem skeptischen Blick erkennt.
Von dort aus ging es zur Beerdigung von Lilo.
Lilo war die Schwiegermutter von Tante Dinkelstange und somit die Mutter von Onkel Michael. Das war meine dritte Beerdiung dieses Jahr (Uromma Else, ein Skatfreund von Papa und jetzt Lilo).
Ich war wieder ganz artig, aber zum Ende der Trauerfeier bekam ich tierischen Kohldampf, so daß Mutti sicherheitshalber mit mir rausgegangen ist und mich draußen im Vorraum der Kapelle gefüttert hat.
Die Trauerfeier für Lilo war kurz, aber schön und regte zum Nachdenken an.
Der Pastor las den 90. Psalm vor, aus dem auch Altbundeskanzler Helmut Schmidt im Dezember 1998 - anlässlich eines Fernsehinterviews zu seinem 80. Geburtstags – den Vers 10 zitierte:
»Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe...!«
Das ist eine allgemeine Weisheit (auch für den Gottlosen), die man schön interpretieren kann:
- Was hinter einem liegt ist für immer unwiederbringlich vorbei, die abgelaufene Zeit kann man nie mehr zurückholen.
- Verlorene Zeit kann man nicht wieder finden.
- Unsere Stunden sind gezählt.
Hat Theodor Fontane in „Quitt“ auch erkannt:
„Unsinn! Unsere Stunden sind gezählt, und wir können uns keine zulegen und keine wegnehmen.“
Da sollte man mal in einer ruhigen Stunde drüber nachdenken !
Wenn man nur ein Leben hat (wovon auszugehen ist), dann sollte man dieses so leben, wie man möchte und man sollte glücklich sein !
Und nochmal der olle Theo (scheint ein kluger Kopf gewesen zu sein !):
Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.
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